Bahnbrechende innovative Mobilitätsservice-Lösungen - 8 Beispiele aus dem LOFT-Ecosystem.

Mehr als 70 Prozent aller Menschen in Europa leben in urbanen Räumen und erzeugen hier rund 85 Prozent des EU-BIP. Zugleich steigt die Dichte der in Städten und Ballungsräumen lebenden Bevölkerung beständig und mit ihr der Verkehr. Das ruft nach sauberen, bedarfsabhängigen, emissionsarmen Verkehrslösungen, nicht nur für Menschen, sondern auch für Waren.

Insbesondere mit Blick auf die heute bestehenden Verkehrsprobleme wie Staus, Lärm, Luftverschmutzung, Feinstaubbelastungen, Unfallrisiken und Parkplatzmangel sind bessere umweltfreundliche, kostengünstige, sichere und intelligente Mobilitätslösungen gefragt. Diese bringen innovative Startups sowie junge Unternehmen in Form von Mobilitätsservices, wie beispielsweise Sharing-, Pooling- sowie alternative Transportangebote auf den Markt. Mit ihnen eröffnen sich nicht nur für Endnutzer, sondern ebenso für Gewerbe und Industrie neue Nutzungsoptionen für den mobilen Einsatz von Mitarbeitern, wie auch für den Waren- und Güterverkehr. Die nachfolgenden ausgewählten Beispiele verdeutlichen dies.

Vulog Nice – SaaS-Mobilitäts-Technologie für Car-Sharing und mehr

Car-Sharing Angebote gibt es inzwischen weit über den Globus verstreut in fast jeder größeren Stadt. Nur kaum einer weiß, dass die Technologielösungen, auf denen viele dieser Serviceangebote beruhen, aus Nizza stammen. Bereits seit 2006 ist das Unternehmen Vulog Nice am Markt. Es stellt Carsharing Betreibern, wie beispielsweise emov aus Spanien, Green Mobility aus Dänemark oder Evo Car aus Kanada ihre Software-as-a-Service Mobilitätslösung bereit. Mit dieser können Carsharing-Anbieter umfassend und individuell gestaltbar ihre Sharing-Mobilitätsangebote managen. Darüber hinaus entwickelt Vulog Nice auf Basis ihrer Vulogs in-car Technologie Soft- und Hardware für Free-floating Angebote, Peer-to-Peer-Carsharing, Ride Hailing, Hybriddienste oder autonome Mobilitätspiloten.

Hyper Poland – Revolutioniert Transportinfrastruktur für logistische Herausforderungen im 21. Jahrhundert

Für bahnbrechende Logistikangebote braucht es nicht den fernen Blick nach Amerika. Ein Blick nach Polen genügt, denn hier entwickelt das Startup Hyper Poland eine von der Hyperloop Technologie inspirierte Smart Logistic Plattform. Hinter dieser verbirgt sich ein vollkommen neu gedachtes Transportkonzept, mit dem Menschen und Güter in Zukunft transportiert werden sollen. Ihr Fokus liegt jedoch zunächst auf dem bedarfsgerechten Gütertransport für Strecken von 5 km Länge bei einer Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h, bei denen Güter zwischen Produktionsstätten und Distributionszentren transportiert werden sollen. Ein erstes Pilotprojekt ist in Planung.

Inno2grid GmbH – Mobilität und Energielösungen für eine ganzheitliche Energiewende

Energielösungen mit nachhaltigen Mobilitätsangeboten zu verknüpfen, hat sich die 2015 gegründete inno2grid GmbH zur Aufgabe gemacht. Ihr Anliegen ist auf Basis intelligenter IT-Systeme kostengünstige und ressourceneffiziente Energie- und Mobilitätsmanagement-Angebote zu verbinden. Dazu nutzt Inno2grid Smart Grid Technologien und verbindet diese mit Mobilitätslösungen wie Elektroautos, e-Bikes oder dem ÖPNV, um im Sharing-Modus erneuerbare Energien in das System zu integrieren. Erste Testprojekte ihrer Lösung laufen auf dem Berliner EUREF-Campus.

Floatility GmbH – Mit dem e-Scooter kurz mal zu …

Wenn es nach dem 2013 in Hamburg gegründeten Unternehmen Floatility geht, sollten kurze Strecken in Städten, wie beispielsweise öffentliche Verkehrshaltestellen und das jeweilige individuelle Ziel, mit e-Scootern bewältigt werden. Daher haben sie ihre „Free Floating“ Mobilitätsdienstleistung auf den Markt gebracht. Sie beinhaltet den e-Floater, d.h. einen elektrisch betriebenen Mikro-Scooter mit einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h und einer Reichweite von 15 km sowie eine dazugehörige Plattform bestehend aus dem „Front End“, einer App und dem „Back End“, dem Fahrzeugmanagement. Um Städten, Unternehmen und Eventanbietern den Einstieg zu erleichtern, übernimmt Floatility den kompletten Service inklusive Installation aller Komponenten.

Chargecloud GmbH – Reibungsloses Beladen von E-Autos von überall

Noch hemmt eine fehlende flächendeckende Ladeinfrastruktur den Ausbau der Elektromobilität. Gleichzeitig stehen auch die Betreiber von Ladeinfrastrukturen vor dem Problem wirtschaftliche Lösungen anzubieten. Hierfür will das 2016 in Köln gegründete Unternehmen chargecloud eine Lösung bereitstellen. Hervorgegangen aus dem Zusammenschluss von drei Unternehmen, MENNEKES, powercloud und RheinEnergie bündelt das Gemeinschaftsunternehmen Ressourcen und Know-how, um eine modulare, cloudbasierte Softwarelösung für den Betrieb von vernetzten Ladeinfrastrukturen auf Basis eines Internet-of-Thing (IoT)-Ansatzes anzubieten.

MOQO Digital Mobility SolutionMOQO Digital Mobility Solution – Shared Mobility Services aus einer Hand

MOQO ist ein Cloud-basierter Plattform-Anbieter für Shared Mobility Services. Über sie organisieren sie die Schnittstelle zwischen Fahrzeuganbietern und Nutzern. Mit der Plattform verknüpft sind Zahlungsdienste und weitere smart Services, wie auch ein Fuhrparkmanagement, was ihr Angebot für Unternehmen der Immobilienwirtschaft oder auch Stadtwerke interessant macht. Für hohe Qualität und Konsistenz des Angebots sorgt MOQO durch ein integriertes Serviceangebot aus einer Hand mit entsprechender User-Software, Hardware und Kundenservice. Zudem lassen sich Angebote von Drittanbietern in die Plattform integrieren. Kunden erhalten so ein attraktives ganzheitliches Komplettpaket auf Basis eines Software-as-a-Service Ansatzes. Darüber hinaus sind vielfältige Zusatzangebote möglich.

Clever Shuttle – Eine Alternative zum Taxi

Eine Lösung gegen überfüllte Straßen in Städten hat das Startup GHT Mobility GmbH unter der Marke Clever Shuttle auf den Markt gebracht. Mit seinem Ride-Pooling Serviceangebot können sich Nutzer gemeinsam Fahrten teilen. Sie sind damit deutlich kostengünstiger als normale Taxifahrten und sparen zudem eine Menge CO2 ein. Möglich macht dies die bessere Auslastung der Fahrzeuge. Ein intelligenter Algorithmus, den das Startup entwickelt hat, bündelt die Fahrten von den Nutzern. Über die CleverShuttle-App sind Buchungen zu den jeweiligen Zielen zum garantierten Festpreis möglich. Für ihre Fahrzeugflotte setzt GHT Mobility ausschließlich auf Elektro- und Wasserstofffahrzeuge, die mit Ökostrom betankt sind. Ihr Ride-Pooling Serviceangebot ist mittlerweile in verschiedenen Großstädten in Deutschland wie Berlin, Hamburg, München, Leipzig und Stuttgart verfügbar. Neben einer Vergrößerung ihrer Flotte arbeiten sie an der Einführung ihres Services in weiteren Städten.

Match Rider UG – Eine Mitfahrgelegenheit für Pendler

Die meisten Pendler fahren täglich zur selben Zeit eine festgelegte Strecke. Um Straßen vom Pendler-Verkehr zu entlasten und Pendlern eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Mitfahrgelegenheit zu bieten, hat das Startup Match Rider eine App entwickelt. Mit ihrer über iOS und Android verfügbaren MatchRiderGO-App können Pendler zu verlässlichen Zeiten und transparenten Preisen gemeinsame Fahrten zu festen Routen vornehmen. Das erspart ihnen unnötige Umwege oder lange Absprachen im Voraus. Zudem werden zu Pendler-Stoßzeiten Fahrten durch ausgewählte Fahrer im 10-Minuten-Takt angeboten. In Stuttgart und Heidelberg ist Match Rider bereits aktiv. Ihr Angebot rollen sie in weiteren Metropolregionen im In- und Ausland aus.