Roboter optimal im Griff - Anlagenbauer setzt zur Automatisierung von Roboterzellen auf Siemens-Technik

Die Krüger Industrieautomation GmbH (Krüger) ist spezialisiert auf Anlagenbau und Robotik für den Mittelstand. Dabei setzt das Unternehmen durchgängig auf Steuerungstechnik von Siemens. Damit können alle Komponenten der Roboterzelle unabhängig von der Roboterprogrammierung gesteuert und überwacht werden. Das einfache Handling verkürzt zudem die Inbetriebnahmezeiten. Integrierte Funktionen wie die Safety-Funktionalitäten sparen darüber hinaus Kosten, erhöhen die Sicherheit für die Bediener sowie die Anlageneffizienz und ermöglichen im Störfall schnelle Diagnosen.

Bei kleineren Anlagen setzt Krüger auf fehlersichere speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) Simatic S7-1200F von Siemens. Bei komplexeren Projekten kommen Simatic S7-1500F zum Einsatz. Die Vorteile einer S7-1200 SPS, die beispielsweise in einem aktuellen Projekt eine Roboterzelle mit Hubportal und Greiferlösungen automatisiert, fasst Andreas Pfeifer, Leiter Projekt-Engineering bei Krüger, zusammen: "Sie gibt uns die Möglichkeit, alle Komponenten in der Roboterzelle unabhängig vom Roboterprogramm zu steuern und zu überwachen. In diesem Fall die Endlagensensorik zur Abfrage der Greiferstellung. Zudem läuft die gesamte Kommunikation zwischen Roboter und Schweißmaschine über eine Steuerung Simatic S7-1200F und den Ethernetstandard Profinet."

Flexibel gestaltbare Sicherheitsbereiche

Neben der Standardkommunikation ist der Roboter auch hinsichtlich der Sicherheit mit der Maschine verbunden. Diese Kopplung erfolgt über den Kommunikationsstandard Profisafe. Über die Option "Safe Operation" können die Roboteraktionen auf bestimmte Bereiche beschränkt werden. Zudem kann der Bediener über die Steuerung einzelne Verfahrwege bei Bedarf beziehungsweise je nach Maschinenzustand sperren oder freigeben. Damit sind die Sicherheitsbereiche für Roboter und Bediener flexibel gestaltbar. Die Sicherheitsfunktionen sind allesamt in der speicherprogrammierbaren Steuerung verfügbar und werden auf einem Basic Panel Simatic KTP700 angezeigt. "Das ermöglicht dem Kunden bei Störungen eine schnelle Diagnose bis auf den Kanalfehler", so Pfeifer.

Überzeugt auf ganzer Linie

Das Engineering erfolgt im Engineering-Framework TIA (Totally Integrated Automation) Portal. Durch die durchgängige Automatisierung muss der Programmierer nicht zwischen verschiedenen Softwarelösungen und Programmiersprachen wechseln, was Zeit und Aufwand spart. Dazu trägt auch eine dezentrale Peripherie Simatic ET 200SP bei, die die Verdrahtung vereinfacht und erleichtert. Basierend auf den bisherigen guten Erfahrungen mit Simatic S7-1200 möchte Krüger künftig noch weitere Funktionen der fehlersicheren Steuerung nutzen wie beispielsweise die Webserver-Funktion. Damit ist ein Remote-Zugriff möglich. "Das ermöglicht dann uns oder dem Kunden erste Diagnosen schon von zu Hause aus oder unterwegs am Computer oder Handy", so Pfeifer.