Startup der Woche 26

Energieservices der Zukunft

EINHUNDERT Energie ist das Startp der Woche 26: Energieservices der Zukunft

Wie sehen die Energieservices der Zukunft aus? Auf jeden Fall digital und nutzerzentriert, sagt unser Startup EINHUNDERT Energie und wirkt mit seinen Energietechnologien der Intransparenz traditioneller Energieversorger entgegen. Wie EINHUNDERT das anstellt und welche Produkte das Startup bietet, erfahren wir im Interview mit CEO Ernesto.

Hallo Ernesto, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast! Wir starten auch direkt mit einem kleinen Startup Pitch. Wie würdest du EINHUNDERT Energie in einem Satz vorstellen?
EINHUNDERT ist ein komplett digitaler Energieanbieter, der fortschrittliche Energietechnologien wie Solaranlagen und digitale Stromzähler „as a Service“ in spezielle Produkte für gewerbliche und private Mieter integriert.
Das klingt ja nach einem Zusammenspiel vieler verschiedener Komponenten. Könntest du uns das ein bisschen näher erläutern?
Gerne! Herzstück ist unsere nach Kundenbedürfnissen entwickelte IT- und Energieservice-Plattform. Durch den Einsatz digitaler Stromzähler binden wir sämtliche grüne Energiequellen und smarte Technologien an. Unseren Kunden wird damit eine Live-Sicht auf ihren Energieverbrauch geboten und das Besondere: sie zahlen dementsprechend bei uns nur noch, was sie verbrauchen. Damit setzen wir intransparenten Abschlägen, überraschenden Nachzahlungen sowie verwirrenden Tarifen ein Ende!

Aktuell bieten wir unter dieser Überschrift unser smartes Ökostromprodukt 100.watt sowie unseren Solarstromservice 100.solarhaus an. Bei 100.watt erhalten unsere Kunden, also Gewerbetreibende mit hohen Verbräuchen zwischen 15.000 und 100.000 kWh im Jahr, zertifizierten Ökostrom kombiniert mit der genannten digitalen Verbrauchs- und Kostentransparenz. Gerade Gewerbetreibenden ermöglichen diese Echtkostenabrechnung und sekundengenaues Verbrauchsmonitoring eine höhere Flexibilität im Ausbau ihres Geschäfts, denn sie müssen sich nicht mehr das ganze Jahr über auf eventuell drohende Nachzahlungen einstellen, sondern haben wieder die volle Kontrolle über ihre Geldflüsse.

Mit 100.solarhaus gehen wir sogar einen Schritt weiter und ergänzen zum digitalen Stromzähler eine Solaranlage – auf unsere Kosten! Dabei mieten wir Dachflächen von Vermietern, um Solartechnologie zu installieren und den produzierten Strom den vor Ort ansässigen Mietern – ob gewerblich oder privat – direkt anzubieten. Wie bei 100.watt greift auch hier wie gesagt die digital realisierte Verbrauchs- und Kostentransparenz, denn anstelle eines Tarifdschungels wird bei uns monatlich einfach das gezahlt, was verbraucht wurde – fertig.

Die nächsten Schritte heißen e-Mobilität und effiziente sowie ebenso grüne Wärmeversorgung von Gebäuden.
Vielen Dank für die ausführliche Erklärung! Im Moment beschäftigen sich ja viele Startups und auch etablierte Unternehmen mit digitalen Plattformen für mehr Transparenz bei der Stromversorgung. Wie könnt ihr euch denn langfristig von diesen Konkurrenten abheben?
Durch unsere Technologiebasis – also die von uns installierten digitalen Stromzähler sowie unsere Plattform, an die wir jegliche Energie assets anbinden können – bieten wir unseren Kunden bisher unbekannte Mehrwerte: von günstig vor Ort produzierter Energie über Echtkostenabrechnung bis hin zu Energiespartipps in Echtzeit.
Verstehe! Du hast gerade gesagt, dass ihr im Rahmen von 100.solarhaus PV-Analgen auf eure Kosten installiert. Diese Ausgaben müssen natürlich wieder reinkommen. Wie bildet sich denn das Geschäftsmodell zu euren Produkten?
Grundlage unseres Geschäftsmodells ist, dass wir als eigenständiger lizensierter Energielieferant eine Marge zwischen Stromeinkauf und Stromverkauf erwirtschaften können. Mit der Zeit werden wir uns immer stärker auf verbrauchsdatenbasierte Mehrwertdienste für unsere Kunden sowie auf Finanzierungsdienstleistungen rund um unsere Energietechnologien konzentrieren.
Und welchen Markt addressiert ihr damit?
Wir sprechen Mieter im gesamten Markt der Wohn- und Gewerbeimmobilien an. Die genaue Segmentierung unserer Kunden und Gebäude hängt vom Produkt ab, aber allgemein lässt sich sagen, dass wir primär Endkunden mit hohen Stromabnahmemengen bzw. Gebäude mit vielen Abnehmern adressieren.
Alles klar! Das bringt mich auch schon zu meiner letzten Frage: Wo steht ihr denn im Moment mit euren Entwicklungen? Habt ihr bereits Pilotprojekte?
Ja, haben wir! Es sind bereits erste 100.solarhäuser am Netz und bei 100.watt haben wir einige der fortschrittlichsten Unternehmer Kölns, Düsseldorfs und Bremens schon an Bord. Wir rechnen mit klar dreistelligen Kundenzahlen noch in diesem Jahr. Darüber hinaus schließen wir gerade eine Finanzierungsrunde im hohen sechsstelligen Bereich ab und freuen uns hier über herausragende Unternehmerpersönlichkeiten im Investorenkreis. Aktuell verstärken wir unser Team besonders in den Bereichen IT-Entwicklung sowie Vertrieb und zünden damit die nächste Entwicklungsstufe von EINHUNDERT…

Laura, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch für die nächste Entwicklungsstufe und den weiteren Ausbau eurer Produkte viel Erfolg! In diesem Kontext habt ihr auch in einem Energieloft Call festgehalten, dass ihr noch Vertriebspartner sucht. Interessenten dürfen sich also gerne bei euch melden!